Seit Beginn der Schulschließung Mitte März setzen wir neben den bisher genutzten digitalen Werkzeugen verstärkt auch Tools der Bildungscloud ein, um mit unseren Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben. Innerhalb kurzer Zeit konnten wir Kolleginnen und Kollegen intensiv in der Handhabung schulen, sodass inzwischen immer mehr Teams und Kurse auf der NBC eingerichtet werden.

Als äußerst beliebt und hilfreich hat sich dabei das integrierte Videokonferenztool mit seinen diversen Funktionalitäten herausgestellt. Es ermöglicht recht unkompliziert virtuelle Wiedersehen von Oberstufenkursen und Klassen der Mittel- und Unterstufe. Insbesondere die jüngeren Jahrgänge nehmen die Möglichkeit sehr gerne wahr, da sie aktuell ihre Freunde weder in der Schule noch im Sportverein treffen können.

Während es in den Kursen der Oberstufe in erster Linie um fachliche Fragen geht (siehe die Beiträge von Tjark-Fokken Emken und Wilfried Schnabel), steht in den jüngeren Jahrgängen vor allem die Kontakt- und Beziehungspflege im Vordergrund.

Jedes Treffen folgt einem bestimmten Ritual: Nach der Begrüßung und der Frage nach dem Allgemeinbefinden oder einer kurzen Umfrage, berichten die Schülerinnen und Schüler normalerweise von ihren Tagesabläufen ohne Schule, besonderen Erlebnissen, dem Umgang mit den in verschiedenen Fächern zur Verfügung gestellten Aufgaben, aber auch Fragen und Sorgen kommen zur Sprache.

Von Lehrerseite erfolgen Hinweise auf sinnvolle Aufgaben, die den Schülerinnen und Schülern schon im Dateibereich zur Verfügung gestellt bekommen haben, und auf ergänzende digitale und analoge Quellen, die ein selbständiges Lernen ermöglichen, aber auch Einweisungen in die Handhabung digitaler Werkzeuge in der NBC oder dem am NIGE eingesetzten IServ.

Verhaltensregeln bei Videokonferenzen, wie z. B. das Stummschalten des Mikrofons während jemand anderes spricht oder das Melden bevor man etwas sagen möchte, werden eingeübt. Nebenbei geben Mitschüler Tipps bei technischen Problemen der von den Schülern genutzten Endgeräte.

Ganz bewusst bleibt am Ende einer Sitzung immer genügend Zeit für gemeinsame Online- oder Offlinespiele. Wichtig ist, dass man miteinander quatschen und sich sehen kann - so die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler - und das soll auch während der Osterferien möglich sein.